2011-01-24 13:30:21
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Dolomitensprint: Österreichischer Vierfachtriumph!

Was für ein Auftakt der Dolomitenlauf-Spiele in Lienz, Osttirol. Der 23-jährige Stefan Rosenberger (NÖ) gewinnt überraschend den Dolomitensprint vor seinen Teamkollegen Thomas Stöggl (S), Tobias Habenicht (K) und dem dreifachen Dolomitensprintkönig Harald Wurm (T).

Mit dem traditionellen Dolomitensprint, dem ältesten Sprintbewerb der Welt, wurden Freitagabend, um 19:00 Uhr, die 41. Dolomitenlauf-Spiele am Hauptplatz der 12.000 Einwohner-Stadt Lienz eröffnet. 4.000 begeisterte Langlauffans, darunter der estnische Premierminister Andrus ANSIP, Geburtstagskind und „Mr. Dolomitenmann“ Werner GRISSMANN sowie ÖSV-Rennsportdirektor für Langlauf und Biathlon Markus GANDLER, fieberten mit. „Die Strecke ist äußerst selektiv gebaut. Vor allem die fünf Meter hohe Rampe mit entsprechendem Anstieg und abfallender Steilkurve, die Schanze und die gefinkelte Spitzkehre vor dem Zielsprint verlangen den Athleten alles ab“, weiß der Mann der allerersten Sprintstunde, OK-Chef Franz THEURL. Die 30 genannten Top-Sprinter aus acht Nationen stimmen zu: „Der Rundkurs ist für jeden Läufer eine Herausforderung! Das Tempo ist extrem hoch und wer sich im Kampf „Mann gegen Mann“ nur den geringsten Fehler oder die kleinste Schwäche erlaubt, hat keine Chance um den Sieg mitzulaufen.“

Stefan Rosenberger – Dolomitensprintkönig 2011
Die 270 Meter lange Strecke musste von den Athleten (6 Startblöcke mit je 5 Sprinter) insgesamt dreimal absolviert werden. Die zwei schnellsten Teilnehmer der Vorläufe stiegen in die nächste Runde (3 Startblöcke mit je 4 Sprinter) auf.
Stark in Form zeigten sich die österreichischen Sprinter. Dank ihrer großartigen Leistungen in den Heats sorgten Rosenberger, Wurm, Stöggl und Habenicht für ein rein österreichisches Finale. Dort wiederrum präsentierte sich Stefan Rosenberger sprintgewaltig, technisch überlegen und taktisch klug. Nachdem dem Lokalmatador und dreimaligen

 

Dolomitensprintsieger Harald Wurm gleich zu Beginn des Finallaufs der Stock brach und somit alle Siegeschancen vergeben waren, war die Bahn frei für den 23-jährigen ROSENBERGER. Der Niederösterreicher setzte sich im Zweikampf gegen den 34-jährigen Saalfeldner und österreichische Rekordhalter über die Marathondistanz im Speedskating Thomas Stöggl klar durch und feierte einen Start-Ziel-Sieg.

Ich bin überwältigt und hätte nie mit Rang 1 gerechnet. Vor fünf Tagen lag ich noch mit 40 Grad Fieber im Bett und musste um meinen Sprint-Start bangen, berichtet der neue Dolomitensprintkönig von Lienz. Rosenberger litt die vergangene Saison am Pfeifferschen Drüsenfieber und kämpft sich gerade über Europacup-Rennen an die österreichische Spitze zurück.

Großer Jubel herrschte auch beim Zweitplatzierten Thomas STÖGGL: In den letzten zwei Jahren ist mir der Stock gebrochen. Heute hatte ich das Glück auf meiner Seite und ich habe es bis in das Finale geschafft. Es ist ein gewaltiges Gefühl vor so einer tollen Kulisse Rennen zu bestreiten.

 

Die Helden hinter den Kulissen
Um den Dolomitensprint im Herzen der Stadt überhaupt erst möglich zu machen, leisteten über 40 Personen im Vorfeld großartige Arbeit. Seit Mittwoch stand die Mannschaft rund um Alfred Webhofer - Herr über die Aufbauarbeiten des Dolomitensprints seit 20 Jahren - und Rampen-Konstrukteur Hans Pondorfer - Obmann des Motorsportclubs in Dölsach - im Dauereinsatz. 800 Kubikmeter Kunstschnee, produziert von den Lienzer Bergbahnen, 500 Meter Absperrgitter, 50 Flutstrahler sowie 600 Meter Werbebanden mussten korrekt aufgestellt, befestigt und präpariert werden. Eine Heidenarbeit, aber wenn man später das Resultat, sprich den spektakulären Wettkampf in toller Atmosphäre sieht, weiß man, die Mühe hat sich gelohnt erzählt WEBHOFER, der nach dem Sprint, noch bis 1:00 Uhr nachts die Abbauarbeiten koordinieren wird.

Resultat – Finale Dolomitensprint
1. Stefan Rosenberger (AUT/NÖ) / 2.500 Euro Preisgeld
2. Thomas Stöggl (AUT/S) / 1.500 Euro Preisgeld
3. Tobias Habenicht (AUT/K)/ 1.000 Euro Preisgeld
4. Harald Wurm (AUT/T) / 400 Euro Preisgeld

Videobericht: www.dolomitenstadt.at/2011/01/23/der-sprint-zum-dolomitenlauf-das-video/