Dem Wetter zum Trotz regnete es beim 12-Stundenlauf Rekorde

 

Wenn die Lebensfreunde Prambachkirchen zum 12-Stunden-Benefizlauf einladen, folgen jedes Jahr mehr Sportler diesem Aufruf, für die OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe zu laufen.

 

Bei der fünften Auflage am vergangenen Samstag wurde sogar das Teilnehmerlimit von 650 Personen erreicht. Wer trotzdem dabei sein wollte, konnte in einer Besucherstaffel ein paar Runden drehen. So waren es dann am Abend, als das Schlusssignal ertönte, fast 20.000 Kilometer, die gemeinsam für die gute Sache heruntergespult wurden.

 

Das sportliche Highlight stellte in diesem Jahr die Staatsmeisterschaft im 100km-Lauf dar. Dieser Bewerb wurde kurzfristig ins Programm genommen, da die Veranstalter in Wien die bürokratischen Hürden nicht überwinden konnten. „Was Wien nicht schafft, darf für Prambachkirchen kein Problem sein,“ dachten sich Markus Autengruber und seine Lebensfreunde.

 

Und dieser Mut wurde belohnt. Trotz regnerischem Wetter klappte alles wie gewohnt und die tolle Stimmung trieb die 58-jährige Klagenfurterin Ulrike Striednig zu einer neuen Weltbestleistung in ihrer Altersklasse. 8 Stunden und 37 Minuten benötigte sie für die 100 Kilometer. Dass es nur für die Silbermedaille reichte, weil Karin Augustin aus Graz noch um 14 Minuten schneller war, tat der Freude keinen Abbruch.

 

Neuer Staatsmeister bei den Herren wurde Wolfgang Michl aus Bezau. Nach 7 Stunden und 38 Minuten durfte der 37-jährige Vorarlberger im Ziel über die Goldmedaille jubeln.

 

Im 12-Stundenlauf waren es die älteren Semester, die für die Glanzlichter sorgten. Der 67-jährige Wiener Ludwig Wolf verbesserte den österreichischen Rekord in der Klasse M65 auf 113 Kilometer, Rudolf Erhard, ebenfalls aus Wien, holte sich den M70-Rekord und der 77-jährige Hubert Braunreiter aus Klaus beeindruckte mit 82,5 Kilometern, welch zugleich neuer M75-Rekord sind.

 

Im Staffelbewerb, an dem wieder hunderte Hobbysportler teilnahmen, ließen es die Läufer vom CLR Sauwald so richtig krachen. Mit 199,1 Kilometern waren sie eine Klasse für sich.

 

Über all diesen sportlichen Höchstleistungen steht in Prambachkirchen aber immer noch der gemeinsame Einsatz für krebskranke Kinder. Auch wenn die genaue Spendensumme noch nicht feststeht, so wird auch hier eine neue Bestmarke fallen. Markus Autengruber rechnet mit deutlich über 30.000 Euro.

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